Alternativen zu wlw: 7 Wege, wie Zulieferer gefunden werden
Silas Werger · Autor · Stand:
Alternativen zu wlw: 7 Wege für Zulieferer, gefunden zu werden
Kurz gesagt: Wer als Zulieferer neben oder statt wlw gefunden werden will, hat sieben verbreitete Wege: den Auftragsmarktplatz techpilot, die Verzeichnisse IndustryStock, Europages und Zuliefererverbund, das Google Unternehmensprofil, die eigene Website mit Suchmaschinenoptimierung (SEO) und LinkedIn. Meist trägt eine Kombination, die Sie nach drei Monaten an eigenen Kennzahlen prüfen, bevor Sie kündigen oder verlängern.
Transparenzhinweis: Dieser Beitrag erscheint auf zuliefererverbund.de, einem Verzeichnis der JMVision GmbH. Der Autor schreibt für diese Plattform. Angaben zu anderen Anbietern stammen ausschließlich von deren eigenen Websites oder aus öffentlichen Bewertungsportalen, abgerufen am 04.11.2026. Preise und Leistungen können sich seither geändert haben. Eine Gegenüberstellung von wlw, techpilot und Xometry nach Typ und Kosten steht im Zulieferer-Plattformen-Vergleich.
Was ist wlw und wofür nutzen es Zulieferer?
wlw (wer liefert was) ist nach eigener Darstellung ein Marktplatz für den professionellen Einkauf in der DACH-Region, auf dem Einkäufer Lieferanten, Hersteller und Großhändler suchen. Zulieferer legen dort ein Firmenprofil an und können über ein Anfragenportal zusätzlich selbst Einkäuferanfragen durchsuchen.
Zur Reichweite nennt wlw.de über 600.000 Lieferanten, Hersteller und Großhändler sowie rund 400.000 Einkäufer pro Monat (wlw.de, abgerufen 04.11.2026). Zum Anfragenportal heißt es dort „Testen Sie es kostenlos“. Wer mehr Sichtbarkeit möchte, kann ein „Premium-Profil anfragen“; einen Preis nennt die Startseite nicht.
Betreiberin ist Visable. Das Unternehmen bezeichnet sich als Betreiber von wer liefert was (wlw) und europages und wirbt für beide mit „Kostenlos registrieren“ (Visable, abgerufen 04.11.2026). Alle Reichweitenangaben sind Eigenangaben und nicht unabhängig geprüft.
Warum prüfen Betriebe neben wlw weitere Kanäle?
Die Fragen sind bei jedem Kanal dieselben: Passen die Anfragen zum eigenen Leistungsspektrum, stehen Kosten und Ergebnis in einem vernünftigen Verhältnis, und wie sind Laufzeit und Verlängerung geregelt? Dazu kommt der Wunsch, Neukunden nicht nur aus einer Quelle zu gewinnen.
Bewertungsportale: Bewertungsportale sind öffentlich einsehbar. Sie ersetzen nicht die Auswertung Ihrer eigenen Zahlen.
Kosten: Die Registrierung ist laut Visable kostenlos, für das Premium-Profil nennt die wlw-Startseite keinen Preis. techpilot nennt Preise offen, für Premium „ab 249 € monatlich, zzgl. variabler Gebühren je nach gebuchter Technologie“ (techpilot, abgerufen 04.11.2026). Ob sich ein Betrag lohnt, hängt davon ab, wie viele passende Aufträge daraus entstehen.
Passung: Ob ein breites Verzeichnis oder ein spezialisierter Kanal besser passt, hängt davon ab, ob Einkäufer Sie über Produkte suchen oder über Verfahren und Losgrößen für Zeichnungsteile. Messen Sie die Passung an Ihren eigenen Anfragen.
Mehrere Kanäle: Wer Neukunden nur über einen Kanal gewinnt, spürt jede Änderung dort sofort. Grundsätze dazu beschreibt der Leitfaden Aufträge finden als Lohnfertiger.
Welche 7 Alternativen gibt es?
Die sieben Wege lassen sich drei Typen zuordnen: Auftragsmarktplatz, Verzeichnis und eigene Sichtbarkeit. Die Übersicht nennt Kosten nur, soweit der Anbieter sie selbst veröffentlicht.
Definition: Ein Lieferantenverzeichnis ist eine durchsuchbare Datenbank mit Firmenprofilen, in der Einkäufer nach Produkt, Verfahren oder Region filtern und Anbieter kontaktieren. Anders als auf einem Auftragsmarktplatz wartet der Zulieferer dort in erster Linie darauf, gefunden zu werden, statt auf eingestellte Anfragen zu bieten.
| Weg und Typ | Kosten und Reichweite laut Anbieter | Geeignet für |
|---|---|---|
| techpilot, Auftragsmarktplatz | Basis „0 € monatlich“, Premium „ab 249 € monatlich“ zzgl. variabler Gebühren; „Über 16.000 registrierte Einkäufer“ (techpilot, 04.11.2026) | Lohnfertiger für Zeichnungsteile, die aktiv kalkulieren |
| IndustryStock, Verzeichnis | „Basis-Account ist kostenlos“, Premium-Account mit Lead-Reporting, Preis nicht genannt; Profile „In 17 Sprachen“ (IndustryStock, 04.11.2026) | Betriebe mit internationaler Zielgruppe |
| Europages, Verzeichnis | „Kostenlos registrieren“ (Visable, 04.11.2026); „2,2 Millionen B2B-Anbieter“, „1 Million Einkäufer pro Monat“ (europages.de, 04.11.2026) | Exportinteresse; Europages gehört wie wlw zu Visable, ein Wechsel bleibt also bei derselben Betreiberin |
| Zuliefererverbund, Verzeichnis mit Direktanfrage | Anfrage für Einkäufer kostenlos und ohne Provision; 138 Betriebsprofile und 49 Branchenseiten (Sitemap, 04.11.2026) | Fertigungsbetriebe, die Direktanfragen mit wenigen Mitbewerbern wollen: Eine Anfrage geht an höchstens drei Betriebe |
| Google Unternehmensprofil | „kostenloses Unternehmensprofil“ (Google, 04.11.2026) | Auffindbarkeit über Firmenname und Region |
| Eigene Website mit SEO | Eigene Kosten für Erstellung und Pflege | Verfahren, Maschinenpark und Zertifikate ausführlich zeigen |
| LinkedIn, Unternehmensseite | Unternehmensseite „kostenlos“ (LinkedIn Hilfe, 04.11.2026) | Kontaktpflege zu Einkäufern und Konstrukteuren |
Auf einem Auftragsmarktplatz stellen Einkäufer konkrete Anfragen mit Zeichnung ein, Sie kalkulieren und bieten. In einem Verzeichnis zählt das Profil, weil Einkäufer selbst filtern. Bei der eigenen Sichtbarkeit bestimmen Sie Inhalt und Darstellung, tragen aber den Pflegeaufwand. Für die Website beschreibt Google im Startleitfaden zur Suchmaschinenoptimierung die Grundlagen, die auch für Industrieseiten gelten.
Wie kombinieren Sie Verzeichnis, Plattform und eigene Sichtbarkeit?
Bauen Sie zuerst die eigene Grundlage, ergänzen Sie dann wenige Verzeichnisse und nutzen Sie Plattformen gezielt für Anfragen. So landet jeder Einkäufer, der Sie in einem Verzeichnis entdeckt, auf einer Website, die Ihre Leistungen vollständig zeigt.
- Website als Ziel aller Kanäle: eine Seite je Verfahren mit Bauteilgrößen, Werkstoffen, Toleranzen und Zertifikaten, gegliedert etwa wie CNC-Zerspanung oder Blechbearbeitung.
- Google Unternehmensprofil anlegen: Adresse, Telefon, Fotos aus der Fertigung und ein Link auf die Website. Laut Google werden Sie gefunden, „wenn auf Google Maps und in der Google Suche nach Unternehmen wie Ihrem gesucht wird“.
- Verzeichnisse auswählen: lieber wenige Einträge mit vollständigen Angaben als viele halbe, mit derselben Schreibweise von Firmenname, Adresse und Telefonnummer.
- Plattformen für Anfragen nutzen: Wenn Sie freie Kapazität haben und schnell kalkulieren, liefern Auftragsmarktplätze konkrete Anfragen statt bloßer Profilbesuche.
- LinkedIn für bestehende Kontakte: Referenzteile, neue Maschinen und Zertifizierungen zeigen.
- Eine verantwortliche Person benennen: Sie pflegt alle Profile, beantwortet Anfragen und erfasst die Ergebnisse je Kanal.
Wer im Verzeichnis eine andere Schließkraft oder Bauteilgröße liest als auf der Website, fragt im Zweifel seltener an. Halten Sie Angaben überall auf demselben Stand, zum Beispiel für den Bereich Spritzguss.
Was bietet Zuliefererverbund als weiterer Kanal und wo ist der Haken?
Zuliefererverbund ist ein Verzeichnis für industrielle Fertigungsbetriebe, betrieben von der JMVision GmbH in Balingen. Ein Eintrag beschreibt Fertigungsschwerpunkte, Gewerke und Standort; Einkäufer suchen ohne Registrierung, und eine Anfrage geht an maximal drei passende Betriebe.
Der Haken: Einkäuferzahlen, Anfragevolumen und Antwortquoten veröffentlicht Zuliefererverbund nicht. Prüfen Sie den Eintrag deshalb mit denselben Kennzahlen wie jeden anderen Kanal.
Wie prüfen Sie nach 3 Monaten, ob sich ein Kanal lohnt?
Vergleichen Sie jeden Kanal mit denselben Kennzahlen: passende Anfragen, daraus entstandene Aufträge und die Kosten an Gebühren und Arbeitszeit. Ein Quartal liefert erste Hinweise; bei langen Angebotsphasen werten Sie die Folgemonate mit aus.
Legen Sie vom ersten Tag an eine Tabelle an, in der jede Anfrage mit Kanal, Datum, Verfahren und Ergebnis steht. Fragen Sie neue Kontakte, wie sie auf Sie aufmerksam geworden sind, denn ein Einkäufer kann Sie in mehreren Kanälen gesehen haben.
| Kennzahl | So berechnen Sie sie | Was sie zeigt |
|---|---|---|
| Anfragen je Kanal | Alle Anfragen aus dem Kanal im Zeitraum | Ob der Kanal überhaupt Kontakte bringt |
| Passende Anfragen | Anfragen, bei denen Verfahren, Werkstoff und Losgröße passen | Qualität statt Menge |
| Angebotsquote | Abgegebene Angebote geteilt durch passende Anfragen | Ob Sie die Anfragen kalkulieren können und wollen |
| Auftragsquote | Aufträge geteilt durch abgegebene Angebote | Wettbewerbsfähigkeit im Kanal |
| Kosten je passender Anfrage | Gebühren plus bewertete Arbeitszeit geteilt durch passende Anfragen | Effizienz der Akquise |
| Kosten je Auftrag | Gebühren plus bewertete Arbeitszeit geteilt durch Aufträge | Vergleichbarer Preis eines Neukunden |
| Deckungsbeitrag aus dem Kanal | Deckungsbeitrag der gewonnenen Aufträge abzüglich Kanalkosten | Ob der Kanal am Ende Geld verdient |
Rechenbeispiel (Annahme, keine Marktzahl): Ein beliebiger Kanal (fiktiv, kein Preis eines bestimmten Anbieters) bringt im Quartal 12 Anfragen, davon 5 passende, Sie geben 3 Angebote ab und gewinnen 1 Auftrag. Das Paket kostet 1.500 € im Quartal, dazu kommen 20 Stunden Arbeitszeit zu 60 €, also 1.200 €. Angebotsquote 60 %, Auftragsquote 33 %, Kosten je passender Anfrage 540 €, Kosten je Auftrag 2.700 €. Bringt der Auftrag 4.000 € Deckungsbeitrag, bleiben nach Kanalkosten 1.300 €. Setzen Sie für jeden Kanal, auch für wlw, Ihre eigenen Zahlen in dieselbe Rechnung ein.
Entscheiden Sie dann je Kanal: ausbauen, weiterführen oder beenden. Notieren Sie bei kostenpflichtigen Paketen Laufzeit, automatische Verlängerung und Kündigungsfrist, damit die Auswertung vor dem Stichtag vorliegt.
Häufige Fragen
Gibt es eine kostenlose Alternative zu wlw? Mehrere Anbieter nennen kostenlose Einstiege: techpilot eine Basis-Mitgliedschaft für 0 € monatlich, IndustryStock einen kostenlosen Basis-Account, Google ein kostenloses Unternehmensprofil und LinkedIn eine kostenlose Unternehmensseite. Auch bei wlw ist die Registrierung laut Betreiberin Visable kostenlos; ein Premium-Profil bietet wlw auf Anfrage an.
Sollte ich wlw kündigen, wenn ich andere Kanäle nutze? Das entscheiden Ihre eigenen Zahlen. Erfassen Sie drei Monate lang Anfragen, passende Anfragen, Angebote und Aufträge je Kanal und stellen Sie sie Gebühren und Arbeitszeit gegenüber. Prüfen Sie vor jeder Entscheidung Laufzeit, automatische Verlängerung und Kündigungsfrist im Vertrag.
Reicht ein Google Unternehmensprofil für Industriezulieferer? Es ist ein kostenloser Grundbaustein, damit Ihr Betrieb in der Google Suche und auf Google Maps mit Adresse, Kontakt und Fotos erscheint. Einkäufer, die nach Verfahren, Werkstoff und Zertifikat suchen, brauchen meist mehr Details. Ergänzen Sie das Profil deshalb mit einer Website, die Ihre Leistungen konkret beschreibt.
Einen weiteren Kanal mitzählen: Ein Verzeichniseintrag mit Fertigungsschwerpunkt zeigt Einkäufern, welche Verfahren und Gewerke Ihr Betrieb abdeckt, und lässt sich in Ihrer Kanalauswertung ab dem ersten Tag mitzählen. Profil anlegen
Silas Werger · Autor · Stand: 04.11.2026 · Recherche und Entwurf mit KI-Unterstützung, inhaltlich geprüft und verantwortet vom Autor
Häufige Fragen
Gibt es eine kostenlose Alternative zu wlw?
Sollte ich wlw kündigen, wenn ich andere Kanäle nutze?
Reicht ein Google Unternehmensprofil für Industriezulieferer?
Quellen
- wer liefert was (wlw), Startseite für Anbieter und Einkäufer · abgerufen 2026-11-04
- Visable, Unternehmensseite (Betreiberin von wlw und europages) · abgerufen 2026-11-04
- techpilot: Für Zulieferer, Mitgliedschaften und Preise · abgerufen 2026-11-04
- IndustryStock, Startseite · abgerufen 2026-11-04
- europages, Startseite · abgerufen 2026-11-04
- Google Unternehmensprofil · abgerufen 2026-11-04
- Google Search Central: Startleitfaden zur Suchmaschinenoptimierung (SEO) · abgerufen 2026-11-04
- LinkedIn Hilfe: LinkedIn Unternehmensseite erstellen · abgerufen 2026-11-04
- Zuliefererverbund Sitemap · abgerufen 2026-11-04