Sondervermögen: So profitieren Zulieferer im Mittelstand

Silas Werger

Silas Werger · Autor · Stand:

Sondervermögen: So profitieren Zulieferer im Mittelstand von Bundeswehr- und Infrastrukturaufträgen

Beispiel, fiktiv: Ein Stahlbau- und Zerspanungsbetrieb mit 45 Mitarbeitern liest jede Woche von Milliarden für Brücken, Schiene und Bundeswehr. Angefragt hat ihn bisher niemand. Der Inhaber fragt sich, ob dieses Geld bei Betrieben seiner Größe überhaupt ankommt und an welcher Stelle er sich einklinken müsste.

Kurz gesagt: Zwei Sondervermögen sind für Zulieferer relevant: 100 Mrd. Euro für die Bundeswehr (BMF, 2022) und 500 Mrd. Euro für Infrastruktur und Klimaneutralität (BMF, FAQ SVIK, abgerufen 04.11.2026). Mittelständler profitieren meist nicht über Direktverträge, sondern als Unterauftragnehmer großer Auftragnehmer oder über passende Lose. Voraussetzung sind Nachweise wie EN 1090, gepflegte Lieferantenportale und auffindbare Profile.

Transparenzhinweis: Dieser Beitrag erscheint auf zuliefererverbund.de, einem Verzeichnis der JMVision GmbH. Der Autor schreibt für diese Plattform.

Definition: Ein Sondervermögen ist ein vom Kernhaushalt getrennter Topf des Bundes mit eigener Kreditermächtigung und festem Zweck. Das Geld steht über mehrere Jahre zur Verfügung und wird über Wirtschaftspläne zugeteilt, die der Bundestag beschließt.

Welche Sondervermögen gibt es und wie viel Geld fließt wirklich?

Für Zulieferer relevant sind zwei: das Sondervermögen Bundeswehr von 2022 und das Sondervermögen Infrastruktur und Klimaneutralität (SVIK) von 2025. Dazu kommt eine Ausnahme in der Schuldenregel für Verteidigungsausgaben, die den regulären Wehretat dauerhaft entlastet.

Sondervermögen Bundeswehr. Der Bund wurde ermächtigt, ein Sondervermögen mit eigener Kreditermächtigung von „einmalig bis zu 100 Milliarden Euro“ zu errichten, vor allem für komplexe mehrjährige Ausrüstungsvorhaben (Bundesfinanzministerium, März 2022). Für 2024 sah der Wirtschaftsplan Ausgaben von rund 19,8 Mrd. Euro vor, und das Sondervermögen war laut Bericht „nahezu vollständig gebunden“ (BMVg, 19. Rüstungsbericht, Juli 2024). Gebunden heißt: vertraglich verplant, nicht schon ausgezahlt. Die späteren Jahresbeträge, 25,5 Mrd. Euro für 2026 und 29,9 Mrd. Euro im Regierungsentwurf 2027 (Deutscher Bundestag, September 2026), sind Ausgaben aus demselben Topf, keine zusätzlichen Mittel.

Ausnahme in der Schuldenregel. Nach Art. 115 Grundgesetz werden Verteidigungsausgaben und einige verwandte Ausgaben, soweit sie 1 vom Hundert des nominalen Bruttoinlandsprodukts übersteigen, bei der zulässigen Kreditaufnahme nicht mitgerechnet (Grundgesetz Art. 115, abgerufen 04.11.2026).

Sondervermögen Infrastruktur und Klimaneutralität. Es ist eine Kreditermächtigung von 500 Mrd. Euro, bewilligt werden kann über zwölf Jahre von 2025 bis 2036. Davon entfallen 300 Mrd. Euro auf den Bund, 100 Mrd. Euro auf Länder und Kommunen und 100 Mrd. Euro auf den Klima- und Transformationsfonds. Investitionen aus dem SVIK sind nur zulässig, wenn der Kernhaushalt eine Investitionsquote von mindestens 10 Prozent erreicht (Bundesfinanzministerium, FAQ SVIK, abgerufen 04.11.2026).

Wie viel tatsächlich abfließt, zeigt das BMF selbst: 2025 sind 24 Mrd. Euro abgeflossen, die Investitionsausgaben des Bundes stiegen gegenüber dem Vorjahr um 17 Prozent (Bundesfinanzministerium, Mittelabfluss 2025, abgerufen 04.11.2026). Für 2026 plant der Bund Investitionen von über 118,2 Mrd. Euro, davon 58,1 Mrd. Euro aus dem SVIK (BMF, FAQ SVIK).

Wohin fließt das Geld konkret?

Der größte Teil des SVIK geht in Verkehrsinfrastruktur, beim Bundeswehr-Topf in Großgerät und Digitalisierung. Das BMF nennt als Investitionsbereiche der Bundessäule unter anderem Verkehrs-, Krankenhaus- und Energieinfrastruktur, Digitalisierung sowie Zivil- und Bevölkerungsschutz; die höchsten Summen 2026 setzen das Verkehrs-, das Gesundheits-, das Digital- und das Wirtschaftsministerium ein (BMF, Investitionen der Bundessäule, abgerufen 04.11.2026).

Die Abflussliste für 2025 zeigt, wie unterschiedlich schnell Geld ankommt:

Posten SVIK 2025Soll (Mio. Euro)Ist (Mio. Euro)
Erhaltung Brücken und Tunnel der Bundesfernstraßen2.500,002.419,96
Zugsicherungssystem ERTMS (Infrastruktur und Fahrzeuge)1.592,59320,85
Baukostenzuschüsse Erhaltung Schienenwege des Bundes7.622,787.622,78
Deutsche Energy Terminal, FSRU und Standorte829,61370,87

Quelle: Bundesfinanzministerium, Mittelabfluss 2025, abgerufen 04.11.2026. Brückensanierung floss fast vollständig ab, beim Zugsicherungssystem kam nur ein Teil an. Abgeflossen heißt: an Empfänger wie die Autobahn GmbH gezahlt, nicht beim Zulieferer bestellt; der Abfluss ist für Zulieferer ein Frühindikator.

Beim Bundeswehr-Sondervermögen nannte das Verteidigungsministerium Ende 2022 unter anderem das neue Sturmgewehr, den Transporthubschrauber Chinook und die Digitalisierung, für die allein rund 20 Milliarden Euro im Sondervermögen veranschlagt seien (BMVg, Dezember 2022). Wie Fräsbetriebe konkret an Verteidigungsaufträge kommen, beschreibt der Beitrag Defence-Aufträge für CNC-Fräser.

Wie kommt ein Mittelständler ohne Direktvertrag an diese Aufträge?

Über drei Wege: als Unterauftragnehmer großer Auftragnehmer, über einzelne Lose öffentlicher Ausschreibungen und über Präqualifizierung, die Eignungsnachweise abkürzt. Der Direktvertrag mit dem Bund ist für die meisten Zulieferer nicht der Einstieg.

Unterauftrag bei Systemhäusern und Baukonzernen. Großgerät, Schienenausrüstung und Brückenpakete gehen meist an Generalunternehmer, die Teile, Baugruppen und Oberflächen zukaufen. Wie viel beim Mittelstand ankommt, ist kaum belegt: Im Europäischen Verteidigungsfonds stellten KMU laut EU-Kommission (Stand Juni 2025) 43 Prozent der Beteiligten, erhielten aber rund 20 Prozent der Fördermittel (produktion.de, April 2026). Der praktische Schritt: Registrieren Sie sich in den Lieferantenportalen der Primes und Baukonzerne, die in Ihrer Region bauen oder fertigen.

Lose und Mittelstandsklausel. Das Vergaberecht sieht grundsätzlich eine Aufteilung öffentlicher Aufträge in Lose vor, lässt bei großen Infrastrukturvorhaben aber Gesamtvergaben zu (GWB § 97a, abgerufen 04.11.2026). Wie ein Verfahren aufgeteilt ist, steht in den Vergabeunterlagen; Rückfragen beantwortet die Vergabestelle. Die Einschätzung des Autors: Bei großen Infrastrukturpaketen verschiebt sich die Chance für Zulieferer damit eher zum Unterauftrag. Keine Rechtsberatung; Einzelfall anwaltlich prüfen lassen.

Vergabeplattformen. Bundesausschreibungen finden Sie über die Ausschreibungssuche von service.bund.de, viele Länder und Kommunen schreiben über Plattformen wie das Deutsche Vergabeportal DTVP aus. Legen Sie Suchprofile nach Ihren Verfahren und Ihrer Region an.

Präqualifizierung. Für Bauleistungen gibt es das Verzeichnis des PQ-Vereins, für Liefer- und Dienstleistungen das Amtliche Verzeichnis präqualifizierter Unternehmen der IHKs. Ein Eintrag ersetzt viele Einzelnachweise je Angebot.

Welche Fertigungsleistungen werden dafür gebraucht?

Gebraucht werden vor allem Stahlbau und Schweißbaugruppen, Zerspanung, Blechbearbeitung, Guss und Oberflächentechnik. Welche davon gefragt sind, hängt am Programm: Brücken und Schiene ziehen Stahlbau, Verteidigung zieht Präzisionsteile und Baugruppen.

LeistungTypischer BedarfZentraler Nachweis
Stahlbau, SchweißbaugruppenBrückensanierung, Lärmschutz, BahninfrastrukturEN 1090 mit passender Ausführungsklasse (EXC)
CNC-ZerspanungFahrzeug-, Waffen- und AntriebskomponentenZeichnungstreue, Prüfprotokolle, oft ISO 9001
BlechbearbeitungGehäuse, Schaltschränke, VerkleidungenWerkstoffnachweise, Schweißaufsicht
GussGehäuse, Lagerteile, ArmaturenWerkstoffzeugnisse
OberflächenKorrosionsschutz, Beschichtung nach VorgabeSchichtdickenprotokolle, Verfahrensfreigabe

Für tragende Stahlbauteile ist der Nachweis klar geregelt: Die Ausführung tragender Bauteile im konstruktiven Ingenieurbau erfordert die Einhaltung der Normenreihe EN 1090 und eine zertifizierbare werkseigene Produktionskontrolle für die jeweilige Ausführungsklasse (GSI SLV, abgerufen 04.11.2026). Die Spalte „Typischer Bedarf“ ist eine Einordnung des Autors, keine amtliche Liste. Wer bisher vor allem für Fahrzeughersteller gefertigt hat, findet im Beitrag Automotive-Aufträge ersetzen weitere Zielbranchen.

Wo liegen die Haken?

Die Haken liegen in langen Vorläufen, im Verwaltungsaufwand und darin, dass Geld oft später ankommt als angekündigt. Der Bundesrechnungshof hat das SVIK schon im Planungsstadium kritisch kommentiert.

  • Abflussrealität: Laut Bundesrechnungshof waren bei Errichtung des SVIK 2025 etwa 61 % der insgesamt bereitgestellten Mittel bereits gebunden, eingerechnet die Zuweisungen an Länder und Kommunen; das BMF selbst wies darauf hin, dass sich einzelne Maßnahmen zeitlich verschieben würden (Bundesrechnungshof, 22.10.2025). Gebundenes Geld steht nicht für neue Vorhaben zur Verfügung.
  • Zusätzlichkeit: Derselbe Bericht stellt fest, dass Ansätze wie die Baukostenzuschüsse Schiene nicht der Zweckbestimmung „zusätzliche Investitionen in die Infrastruktur“ entsprechen. Für Zulieferer heißt das: Ein Teil des Geldes ersetzt bisherige Haushaltsmittel und erzeugt keine neue Nachfrage.
  • Lange Vergabezyklen: Zwischen Haushaltsbeschluss, Ausschreibung, Zuschlag an den Hauptauftragnehmer und Ihrer Bestellung liegen mehrere Stufen. Planen Sie in Quartalen, nicht in Wochen.
  • Bürokratie und Compliance: Rechnen Sie mit Exportkontroll-, Geheimschutz- und Dokumentationsanforderungen.
  • Preisdruck: Hauptauftragnehmer geben Festpreise und Vertragsstrafen oft an Unterauftragnehmer weiter. Kalkulieren Sie Materialgleitklauseln und Liefertermine vor dem Angebot.

Was tun Sie in den nächsten 90 Tagen?

Für den 45-Mann-Betrieb aus dem Einstieg heißt das: nicht auf eine Anfrage des Bundes warten, sondern in den nächsten 90 Tagen Nachweise, Portale und Profile vorbereiten, damit Hauptauftragnehmer ihn finden, wenn sie Unteraufträge vergeben. Diese Checkliste ordnet die Schritte nach Aufwand:

  1. Woche 1 bis 2: Nachweise sichten. Liegen ISO 9001, EN 1090 mit Ausführungsklasse, Schweißaufsicht und Werkstoffzeugnisse aktuell vor? Lücken mit Zertifizierer und Termin notieren.
  2. Woche 2 bis 4: Präqualifizierung prüfen. Bauleistungen über den PQ-Verein, Liefer- und Dienstleistungen über das Amtliche Verzeichnis der IHKs. Entscheiden Sie, welches Verzeichnis zu Ihrer Leistung passt.
  3. Woche 3 bis 6: Lieferantenportale. Listen Sie fünf bis zehn Systemhäuser, Bahn- und Baukonzerne in Ihrer Region auf und registrieren Sie sich in deren Portalen.
  4. Woche 4 bis 8: Ausschreibungsalarme. Suchprofile auf service.bund.de und DTVP nach Verfahren, Werkstoff und Region.
  5. Woche 6 bis 10: Kapazitätsnachweis. Ein einseitiges Blatt mit Maschinenpark, Bauteilgrößen, Werkstoffen, freier Kapazität als Zeitfenster und Ansprechpartner; Auslastungsgrade und Preisnachlässe gehören nicht hinein.
  6. Woche 8 bis 12: Verzeichnisse. Pflegen Sie Ihre Einträge in Branchenverzeichnissen. Der Zuliefererverbund führte am 04.11.2026 laut Sitemap 138 Betriebsprofile und 49 Branchenseiten (Sitemap, abgerufen 04.11.2026). Einkäufer suchen dort ohne Registrierung, eine Anfrage geht an maximal drei passende Betriebe, und für Einkäufer ist das kostenlos und ohne Provision (ZLV-FAQ, abgerufen 04.11.2026). Einen Überblick über weitere Plattformen gibt der Vergleich der Zulieferer-Plattformen.

Wie Sie Anfragen gewinnen, ohne kalt anzurufen, zeigt Aufträge ohne Kaltakquise. Alle Vertriebskanäle im Vergleich finden Sie unter Aufträge finden als Lohnfertiger.

Häufige Fragen

Muss ich mich direkt beim Bund bewerben, um vom Sondervermögen zu profitieren? Nein. Viele Mittel fließen über große Auftragnehmer wie Systemhäuser, Bahn- oder Baukonzerne weiter. Für Zulieferer ist der Unterauftrag oft der realistischere Weg. Direktaufträge lohnen sich vor allem bei Losen, die zu Ihrer Fertigung passen und in Ihrer Region ausgeschrieben werden.

Wo erfahre ich, ob ein öffentlicher Auftrag in Lose aufgeteilt ist? In den Vergabeunterlagen der jeweiligen Ausschreibung; Rückfragen beantwortet die Vergabestelle. Das Vergaberecht sieht grundsätzlich eine Aufteilung in Lose vor, lässt aber Ausnahmen zu. Keine Rechtsberatung; im Einzelfall hilft ein Fachanwalt für Vergaberecht.

Ist das Sondervermögen Bundeswehr schon ausgeschöpft? Laut 19. Rüstungsbericht des Verteidigungsministeriums vom Juli 2024 war es damals nahezu vollständig gebunden, also vertraglich verplant. Gebunden heißt nicht ausgezahlt: Geliefert und bezahlt wird über mehrere Jahre. Für 2026 sind laut Bundestag 25,5 Mrd. Euro an Ausgaben aus dem Sondervermögen vorgesehen, der reguläre Wehretat liegt bei 82,7 Mrd. Euro.

Welche Nachweise brauche ich für tragende Stahlbauteile? Für tragende Bauteile im konstruktiven Ingenieurbau verlangt die Normenreihe EN 1090 eine werkseigene Produktionskontrolle, die zur jeweiligen Ausführungsklasse (EXC) passt und zertifizierbar ist. Ohne dieses Zertifikat kommen Sie bei Brücken- und Stahlbauprojekten in der Regel nicht in die engere Auswahl.

Wie schnell kommen die ersten Aufträge an? Das lässt sich nicht pauschal sagen. Öffentliche Vergaben und die Unterauftragsvergabe der großen Auftragnehmer laufen meist über Monate. Planen Sie die nächsten 90 Tage als Vorbereitung: Nachweise, Portale, Profile. Erste Anfragen sind ein Bonus, kein Maßstab.

Für Fertigungsbetriebe: Einkäufer suchen im Zuliefererverbund nach Verfahren, Gewerk und Standort. Ein Eintrag zeigt Fertigungsschwerpunkte, Gewerke und Standort, Zertifikate, sofern der Betrieb sie hinterlegt hat; Aufträge garantiert er nicht. Profil anlegen

Silas Werger · Autor · Stand: 04.11.2026 · Recherche und Entwurf mit KI-Unterstützung, inhaltlich geprüft und verantwortet vom Autor

Häufige Fragen

Muss ich mich direkt beim Bund bewerben, um vom Sondervermögen zu profitieren?

Nein. Viele Mittel fließen über große Auftragnehmer wie Systemhäuser, Bahn- oder Baukonzerne weiter. Für Zulieferer ist der Unterauftrag oft der realistischere Weg. Direktaufträge lohnen sich vor allem bei Losen, die zu Ihrer Fertigung passen und in Ihrer Region ausgeschrieben werden.

Wo erfahre ich, ob ein öffentlicher Auftrag in Lose aufgeteilt ist?

In den Vergabeunterlagen der jeweiligen Ausschreibung; Rückfragen beantwortet die Vergabestelle. Das Vergaberecht sieht grundsätzlich eine Aufteilung in Lose vor, lässt aber Ausnahmen zu. Keine Rechtsberatung; im Einzelfall hilft ein Fachanwalt für Vergaberecht.

Ist das Sondervermögen Bundeswehr schon ausgeschöpft?

Laut 19. Rüstungsbericht des Verteidigungsministeriums vom Juli 2024 war es damals nahezu vollständig gebunden, also vertraglich verplant. Gebunden heißt nicht ausgezahlt: Geliefert und bezahlt wird über mehrere Jahre. Für 2026 sind laut Bundestag 25,5 Mrd. Euro an Ausgaben aus dem Sondervermögen vorgesehen, der reguläre Wehretat liegt bei 82,7 Mrd. Euro.

Welche Nachweise brauche ich für tragende Stahlbauteile?

Für tragende Bauteile im konstruktiven Ingenieurbau verlangt die Normenreihe EN 1090 eine werkseigene Produktionskontrolle, die zur jeweiligen Ausführungsklasse (EXC) passt und zertifizierbar ist. Ohne dieses Zertifikat kommen Sie bei Brücken- und Stahlbauprojekten in der Regel nicht in die engere Auswahl.

Wie schnell kommen die ersten Aufträge an?

Das lässt sich nicht pauschal sagen. Öffentliche Vergaben und die Unterauftragsvergabe der großen Auftragnehmer laufen meist über Monate. Planen Sie die nächsten 90 Tage als Vorbereitung: Nachweise, Portale, Profile. Erste Anfragen sind ein Bonus, kein Maßstab.

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