Lieferanten qualifizieren: Audit-Checkliste für Lohnfertiger

Silas Werger

Silas Werger · Autor · Stand:

Lieferanten qualifizieren: Audit-Checkliste für Fertigungsteile und Lohnfertiger

Kurz gesagt: Einen neuen Lieferanten für Fertigungsteile qualifizieren Sie in fünf Stufen: Selbstauskunft, Dokumentenprüfung, Erstmuster, Audit und Probelieferung. Zertifikate wie ISO 9001 oder IATF 16949 sind nur der Einstieg und sollten bei der Zertifizierungsstelle gegengeprüft werden. Den Ausschlag geben ein vermessenes Erstmuster, ein Prozessaudit für Ihre Teilefamilie und ein Prüfumfang, der zum Risiko des Teils passt.

Ein Lohnfertiger kann auf dem Papier perfekt aussehen und trotzdem am ersten Serienabruf scheitern: Die Maschine ist belegt, das Messprotokoll fehlt, der Werkstoff ist nicht rückverfolgbar. Dieser Beitrag zeigt, wie Sie neue Lieferanten strukturiert freigeben, wie Sie Zertifikate praktisch prüfen und welche Punkte in eine Audit-Checkliste gehören. Wie Sie überhaupt geeignete Kandidaten finden, beschreibt der Leitfaden Lohnfertiger finden.

Transparenzhinweis: Dieser Beitrag erscheint auf zuliefererverbund.de, einem Verzeichnis der JMVision GmbH, Balingen. Der Autor schreibt für Zuliefererverbund; Hinweise auf das Verzeichnis sind entsprechend einzuordnen.

Was bedeutet Lieferantenqualifizierung?

Lieferantenqualifizierung ist der Nachweis, dass ein Lieferant ein bestimmtes Teil in der geforderten Qualität, Menge und Zeit dauerhaft liefern kann. Sie endet mit einer formalen Freigabe, ohne die keine Serienbestellung ausgelöst wird.

Definition: Lieferantenqualifizierung umfasst alle Prüfungen vor der ersten Serienlieferung eines neuen Lieferanten oder eines neuen Teils: Selbstauskunft, Prüfung von Zertifikaten und Unterlagen, Erstmusterprüfung, Audit und Probelieferung. Die Lieferantenbewertung misst einen freigegebenen Lieferanten danach laufend anhand von Kennzahlen.

Wichtig ist der Bezug zum Teil: Ein Zerspaner kann für einfache Drehteile bestens geeignet sein und für eng tolerierte Dichtflächen nicht. Qualifizieren Sie deshalb den Lieferanten für eine konkrete Teilefamilie, nicht pauschal.

Welche Stufen hat eine Lieferantenqualifizierung?

Eine belastbare Qualifizierung läuft in fünf aufeinander aufbauenden Stufen. Je höher das Risiko des Teils, desto tiefer prüfen Sie in den späteren Stufen.

  1. Selbstauskunft: Fragebogen zu Rechtsform, Verfahren, Maschinen, Werkstoffen, Zertifikaten, Kapazität und Referenzen. Sie filtert ungeeignete Kandidaten früh aus.
  2. Dokumentenprüfung: Zertifikate, Musterprotokolle, Werkstoffzeugnisse, Versicherungsnachweise. Eine vollständige Anfrage erleichtert diese Stufe, siehe Anfrage an Lohnfertiger: diese Angaben gehören hinein.
  3. Erstmuster: Teile unter Serienbedingungen mit Erstmusterprüfbericht (EMPB) über alle Zeichnungsmerkmale. Sie vermessen stichprobenartig selbst nach.
  4. Audit: Bei kritischen Teilen oder größeren Volumen prüfen Sie vor Ort Prozesse, Messmittel, Rückverfolgbarkeit und Organisation.
  5. Probelieferung: Eine erste kleine Serie zeigt Verpackung, Termintreue und Kommunikation. Danach folgt die Serienfreigabe, oft mit Rahmenvertrag, siehe Mindestbestellmenge, Losgröße und Rahmenvertrag.

Für Stufe 4 ist in der deutschen Automobilindustrie VDA 6.3 (VDA QMC) der übliche Standard für Prozessaudits; für neue Lieferanten sieht er eine Potenzialanalyse vor. Er eignet sich auch im Maschinenbau als Vorlage.

Für Stufe 3 gilt in der Automobilindustrie VDA Band 2: Die aktuelle Ausgabe (VDA QMC, abgerufen November 2026) legt den Umfang der Produktionsprozess- und Produktfreigabe (PPF) nach dem Risikograd fest. Die früheren Vorlagestufen sind laut VDA QMC (White Paper) seit der 6. Auflage 2020 entfallen. Der EMPB ist Teil der PPF-Dokumentation.

Welche Zertifikate sagen was?

Ein Zertifikat belegt, dass ein Managementsystem oder eine werkseigene Produktionskontrolle von einer unabhängigen Stelle geprüft wurde. Es ersetzt nicht die Prüfung Ihres konkreten Teils, zeigt aber, welche Grundordnung im Betrieb zu erwarten ist.

ZertifikatAussageTypisch gefordert bei
ISO 9001Qualitätsmanagementsystem mit dokumentierten Prozessen und KorrekturmaßnahmenBasis für die meisten industriellen Lieferanten
IATF 16949ergänzt ISO 9001 um Anforderungen der AutomobilindustrieSerienteile für Fahrzeughersteller und deren Zulieferer
ISO 13485Qualitätsmanagement für Medizinprodukte mit Fokus auf Risiko und RückverfolgbarkeitKomponenten für die Medizintechnik
EN 1090werkseigene Produktionskontrolle, Grundlage der CE-Kennzeichnung tragender Stahl- und AluminiumbauteileStahlbau, Bühnen, Treppen, Tragkonstruktionen
ISO 3834Qualitätsanforderungen an das Schmelzschweißen in den Stufen Teil 2, 3 und 4Schweißbaugruppen, etwa nach EN 1090, bei Druckgeräten oder Schienenfahrzeugen (EN 15085)

EN 1090 regelt die CE-Kennzeichnung tragender Stahl- und Aluminiumbauteile; die Schweißqualität weist der Hersteller über ISO 3834 nach. Welcher Teil gilt, hängt von der Ausführungsklasse EXC ab: Laut TWI (abgerufen November 2026) gehört zu EXC1 Teil 4, zu EXC2 Teil 3, zu EXC3 und EXC4 Teil 2. Die Ausführungsklasse legt der Tragwerksplaner fest, abgeleitet aus Schadensfolgen, Beanspruchung und Herstellung, nicht aus einem einzelnen Werkstoffkennwert. Prüfen Sie, ob die zertifizierte Klasse mindestens der Ihres Bauteils entspricht. Passende Betriebe finden Sie unter Schweißbaugruppen.

Wie prüfen Sie, ob ein Zertifikat gültig ist?

Prüfen Sie Nummer, Aussteller, Geltungsbereich und Laufzeit an der Quelle.

  1. Zertifikatsnummer abgleichen: Viele Zertifizierungsstellen bieten eine Online-Abfrage; sonst bestätigt die Stelle auf Anfrage, ob das Zertifikat gültig ist.
  2. Akkreditierung der Stelle prüfen: Ob eine deutsche Zertifizierungsstelle für die Norm akkreditiert ist, zeigt die Suche akkreditierter Stellen der DAkkS. Viele Zertifikate stammen von ausländischen Stellen; für sie bietet die Datenbank IAF CertSearch eine Abfrage, sofern die Stelle dort meldet.
  3. IATF 16949 gesondert prüfen: Nur Stellen mit IATF-Vertrag dürfen zertifizieren; die Liste veröffentlicht IATF Global Oversight.
  4. Geltungsbereich lesen: Standort und Tätigkeiten müssen Ihr Teil abdecken. Ein Zertifikat für „Handel“ hilft bei einem Fertigungsauftrag nicht.

Wie sieht eine Audit-Checkliste für einen Lohnfertiger aus?

Eine praxistaugliche Checkliste deckt Technik, Qualität, Rückverfolgbarkeit, Kapazität, Informationsschutz, Compliance und wirtschaftliche Stabilität ab. Die 22 Punkte gewichten Sie je Teilefamilie.

Nr.BereichPrüfpunktNachweis
1MaschinenPassen Verfahren, Achszahl und Arbeitsraum zu Ihren Teilen?Maschinenliste, Begehung
2MaschinenWie gewartet sind die relevanten Maschinen?Instandhaltungsnachweise
3MaschinenGibt es Ausweichmaschinen bei Ausfall?Belegungsplan
4FertigungWerden NC-Programme versioniert und freigegeben?Programmverwaltung
5FertigungWie werden Zeichnungsänderungen eingesteuert?Beispielvorgang
6MessmittelSind Messmittel kalibriert und gekennzeichnet?Kalibrierplan
7MessmittelReicht die Messtechnik für Ihre Toleranzen?Messraum, Beispielprotokoll
8QualitätWerden Erstteil-, Zwischen- und Endprüfung dokumentiert?Prüfpläne
9QualitätWie werden fehlerhafte Teile gesperrt?Sperrlager
10QualitätGibt es ein Reklamationsverfahren, etwa 8D?abgeschlossene Berichte
11RückverfolgbarkeitLassen sich Teile bis zur Werkstoffcharge zurückverfolgen?Chargenkennzeichnung
12UnterauftragWie werden Härterei, Beschichter und andere Unterlieferanten gesteuert?Lieferantenliste
13UnterauftragAkzeptiert der Betrieb eine Zustimmungspflicht vor Weitergabe Ihrer Teile?Vertragsentwurf
14InformationsschutzWie werden Zeichnungen und 3D-Daten gespeichert, wer hat Zugriff, werden Exportkontrollvorgaben beachtet?Rechtekonzept, TISAX-Label bei Automobilkunden, Verantwortlicher für Exportkontrolle
15ComplianceLiegen Konformitätserklärungen zu REACH und RoHS vor, wo gefordert?Erklärungen
16ComplianceKann der Betrieb Lieferkettenanforderungen Ihrer Großkunden mittragen (heute LkSG, künftig die EU-Richtlinie CSDDD)?Verhaltenskodex, Selbstauskunft
17KapazitätWie ausgelastet ist die Engpassmaschine?Kapazitätsplanung
18KapazitätIst Personal für Mehrschicht oder Spitzen vorhanden?Schichtpläne
19LogistikSind Verpackung und Lieferpapiere geregelt?Verpackungsvorschrift
20OrganisationGibt es feste Ansprechpartner mit Vertretung?Organigramm
21FinanzlageSind Bonität und Abhängigkeit von Großkunden vertretbar?Auskunft, Kundenstruktur
22FinanzlageIst die Nachfolge in der Geschäftsführung geklärt?Gespräch

Kann der Lieferant bestimmte Merkmale nicht selbst messen, kommen Dienstleister aus Prüfung und Messtechnik infrage. Frühwarnzeichen für eine finanzielle Schieflage beschreibt produktion.de (Juli 2026); wie Sie im Ernstfall reagieren, zeigt Lieferant insolvent: Warnsignale und schneller Ersatz.

Wie lange dauert eine Qualifizierung?

Die Dauer hängt vor allem vom Risiko des Teils und von der Erstmusterschleife ab. Die folgenden Spannen sind grobe Planungsannahmen für Betriebe, die das Verfahren bereits beherrschen, keine statistische Erhebung; eine belastbare Quelle für Freigabedauern lag nicht vor. Ersetzen Sie sie durch die Durchlaufzeiten Ihrer eigenen letzten Freigaben.

Risikoklasse (Beispiel)StufenPlanungsannahme
Unkritisches Drehteil, AllgemeintoleranzenSelbstauskunft, Zertifikat, Erstmuster2 bis 4 Wochen
Schweißbaugruppe nach EN 1090, EXC2zusätzlich Prüfung von EXC und ISO 3834 Teil 3, Erstmuster mit Schweißnahtprüfung6 bis 10 Wochen
Sicherheitsrelevantes Teil mit PPFzusätzlich Prozessaudit vor Ort und Probelieferung3 bis 6 Monate

So verkürzen Sie die Freigabe:

  • Vollständig anfragen: Zeichnung, Werkstoff, Toleranzen, Stückzahlen und Prüfanforderungen in die erste Anfrage.
  • Parallel arbeiten: Dokumentenprüfung und Erstmusterfertigung gleichzeitig starten.
  • Vorhandene Nachweise nutzen: Gültige Zertifikate können Teile Ihrer Prüfung ersetzen. Auditberichte anderer Kunden sind dagegen meist vertraulich; fragen Sie nach Datum und Ergebnis des letzten Zertifizierungsaudits.
  • Remote vorprüfen: Ein Videorundgang durch Fertigung und Messraum klärt viele Punkte vor dem Besuch.

Wie bewerten Sie Lieferanten nach der Freigabe?

Nach der Freigabe bewerten Sie Lieferanten mit wenigen festen Kennzahlen, typischerweise je Quartal oder Halbjahr.

KennzahlDefinition
LiefertreueAnteil termin- und mengengerechter Lieferungen
ppmfehlerhafte Teile je eine Million gelieferter Teile
ReklamationsquoteAnteil der Lieferungen mit Qualitätsproblemen
ReaktionszeitZeit bis zur Sofortmaßnahme und zum abgeschlossenen 8D-Bericht

Liegt ein Lieferant unter dem vereinbarten Ziel, folgen Gespräch, Maßnahmenplan und bei Bedarf ein erneutes Audit. Bei Teilen mit nur einer Bezugsquelle lohnt es sich, parallel einen zweiten Betrieb vorzuqualifizieren.

Wie hilft Zuliefererverbund bei der Vorauswahl?

Zuliefererverbund ist ein Verzeichnis für industrielle Fertigungsbetriebe, betrieben von der JMVision GmbH in Balingen. Laut Sitemap vom 04.11.2026 umfasst das Verzeichnis 138 Betriebsprofile und 49 Branchenseiten (Sitemap, 04.11.2026). Das Verzeichnis ersetzt die oben beschriebene Qualifizierung nicht, es liefert nur Kandidaten für Stufe 1. Die Suche ist ohne Registrierung möglich, Anfragen sind kostenlos, eine Vermittlungsprovision gibt es nicht (FAQ). Die Anfrage mit Beschreibung oder Zeichnung stellen Sie über das Formular; sie geht an maximal drei passende Betriebe, Rückmeldungen kommen direkt vom Betrieb.

Häufige Fragen

Was ist der Unterschied zwischen Lieferantenqualifizierung und Lieferantenbewertung? Die Qualifizierung prüft einen neuen Lieferanten einmalig vor der ersten Serienlieferung: Unterlagen, Erstmuster, Audit, Probelieferung. Die Lieferantenbewertung läuft danach dauerhaft und misst anhand von Kennzahlen wie Liefertreue, ppm und Reklamationsquote, ob der freigegebene Lieferant seine Leistung hält.

Reicht ein ISO-9001-Zertifikat, um einen Lohnfertiger freizugeben? Nein. ISO 9001 belegt ein funktionierendes Qualitätsmanagementsystem, sagt aber nichts über Ihr konkretes Teil, die Maschinen oder die freie Kapazität. Für die Freigabe brauchen Sie zusätzlich ein geprüftes Erstmuster und, je nach Risiko des Teils, ein Prozessaudit vor Ort.

Was gehört in einen Erstmusterprüfbericht? Die Messergebnisse aller Zeichnungsmerkmale mit Soll, Ist und Bewertung, Werkstoffnachweise wie ein Abnahmeprüfzeugnis 3.1, Angaben zu Messmitteln und Prüfbedingungen sowie die Unterschrift des Verantwortlichen. In der Automobilindustrie ist der EMPB Teil der PPF-Dokumentation nach VDA Band 2, deren Umfang sich nach dem Risikograd richtet.

Gibt ein Lieferant Auditberichte anderer Kunden heraus? In der Regel nicht, denn solche Berichte sind meist vertraulich zwischen Lieferant und auditierendem Kunden. Fragen Sie stattdessen nach Zertifikaten mit Zertifikatsnummer, nach dem Datum und Ergebnis des letzten Zertifizierungsaudits und nach abgeschlossenen 8D-Berichten in anonymisierter Form. Den eigenen Prüfumfang können Sie dann gezielt verkleinern.

Kandidaten für Ihre Teilefamilie vorauswählen: Suchen Sie Betriebe nach Gewerk und Standort, etwa in der CNC-Zerspanung, und fordern Sie Selbstauskunft und Zertifikate mit der ersten Anfrage an. Die Anfrage geht an maximal drei passende Betriebe. Betriebe mit passendem Schwerpunkt finden und Unterlagen anfordern

Silas Werger · Autor · Stand: 04.11.2026 · Recherche und Entwurf mit KI-Unterstützung, inhaltlich geprüft und verantwortet vom Autor

Häufige Fragen

Was ist der Unterschied zwischen Lieferantenqualifizierung und Lieferantenbewertung?

Die Qualifizierung prüft einen neuen Lieferanten einmalig vor der ersten Serienlieferung: Unterlagen, Erstmuster, Audit, Probelieferung. Die Lieferantenbewertung läuft danach dauerhaft und misst anhand von Kennzahlen wie Liefertreue, ppm und Reklamationsquote, ob der freigegebene Lieferant seine Leistung hält.

Reicht ein ISO-9001-Zertifikat, um einen Lohnfertiger freizugeben?

Nein. ISO 9001 belegt ein funktionierendes Qualitätsmanagementsystem, sagt aber nichts über Ihr konkretes Teil, die Maschinen oder die freie Kapazität. Für die Freigabe brauchen Sie zusätzlich ein geprüftes Erstmuster und, je nach Risiko des Teils, ein Prozessaudit vor Ort.

Was gehört in einen Erstmusterprüfbericht?

Die Messergebnisse aller Zeichnungsmerkmale mit Soll, Ist und Bewertung, Werkstoffnachweise wie ein Abnahmeprüfzeugnis 3.1, Angaben zu Messmitteln und Prüfbedingungen sowie die Unterschrift des Verantwortlichen. In der Automobilindustrie ist der EMPB Teil der PPF-Dokumentation nach VDA Band 2, deren Umfang sich nach dem Risikograd richtet.

Gibt ein Lieferant Auditberichte anderer Kunden heraus?

In der Regel nicht, denn solche Berichte sind meist vertraulich zwischen Lieferant und auditierendem Kunden. Fragen Sie stattdessen nach Zertifikaten mit Zertifikatsnummer, nach dem Datum und Ergebnis des letzten Zertifizierungsaudits und nach abgeschlossenen 8D-Berichten in anonymisierter Form. Den eigenen Prüfumfang können Sie dann gezielt verkleinern.

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